14 Arten den Regen zu beschreiben


Seit fünf Jahren rotiert das Leben der 43-jährigen Manuela im Kreis . im Zentrum ihr Sohn Peter. Im Film bleibt er unsichtbar, wie für seine Familie und freunde, nicht greifbar und doch alles überschattend. Vor fünf Jahren hat er sich in die Isolation des heimischen Zimmers zurückgezogen. Getrieben von dem Gefühl in die Welt geworfen und gleichzeitig von ihr enthoben zu sein, unfähig, sich ihr anzupassen, dient ihm das Zimmer als letzter Ort persönlicher Kontrolle, als „Welt“ in der Welt. Doch der Rückzug des Sohnes wird zur grausamen Einsamkeit der Familie und die Ausgeschlossenen werden zu Eingesperrten. 

In einer sensiblen und genauen Beobachtung portraitiert der Film das Leben von Manuela, die gegen den Verlust ihres Sohnes ankämpft. Sie zeichnet ein klares Bild dieses Jungen, der bis zu seinem 12. Lebensjahr ein ganz normales Kind war. Bis er „aus der Welt gefallen“ ist. Man kann ihn nicht ohne sie verstehen – und sie nur über seine Geschichte. Denn Peter ist zu ihrem einzigen Lebensinhalt geworden, vielleicht zum einzigen Lebensantrieb. Aber fast alle Therapiemöglichkeiten sind ausgeschöpft. Was bleibt, ist die Hoffnung auf Besserung. Die Hoffnung auf ein Wunder? Dieses Hoffen und Warten im Angesicht der verschlossenen Tür zeigt der Film in beeindruckenden Bildern. 

Über den Zeitraum eines Jahres begleitet der Debütfilm von Regisseur und Autor Marcel Ahrenholz eine Mutter, die über den Kampf um ihren Sohn beinahe selbst verloren geht. Ein filmisches Tagebuch des Wartens und der Angst. Gedanken, Wünsche und Hoffnungen in den Tagen und Nächten des allein seins. Quelle: 14artendenregenzubeschreiben

80′ I 2016
Buch und Regie: Marcel Ahrenholz 
Kamera: Andreas Köhler
Schnitt: Dirk Seliger
Produktion: Made in Germany Filmproduktion
Produzentin: Melanie Andernach