Egon lässt die Pferde laufen


Auch in diesem Sommer war es wieder soweit. Vollblüter aus ganz Deutschland und dem Ausland galoppierten Ende Juli über das Doberaner Geläuf. Das Ostsee-Meeting ist das einzige Rennen im ganzen Jahr auf der Galopprennbahn. Über 150.000 Euro Preisgelder gibt es zu gewinnen.

Viele Leute hinter den Kulissen sorgen dafür, dass die Renntage reibungslos verlaufen.
NDR Autorin Anke Riedel hat für die Nordreportage am Montag, 13. August, im NDR Fernsehen vor allem einen beobachtet: Egon Würgau. Er ist ein wichtiger Mann beim Pferderennen, vielleicht der Wichtigste. Er muss für einen sauberen Start sorgen. Egon ist ein Rennbahn-Urgestein: 75 Jahre alt, zu DDR-Zeiten in Sachsen hauptberuflich Rennleiter, ist er jetzt als Starter auf sämtlichen Galopprennbahnen in Ost- und Westdeutschland unterwegs. Vor jedem Rennen misst Egon erst einmal den Boden des Geläufs, damit sich Jockeys, Renntechniker und Wettende auf die Rennbedingungen einstellen können. Egon passt auf, dass am Start alles korrekt abläuft.

Egon Würgau kennt die meisten Pferde, die in Bad Doberan antreten und weiß genau, welches besondere Mäzchen macht. Er führt eine Liste mit seinen Pappenheimern, den startschwierigen Pferden. Wenn die mal wieder vor dem Start in die andere Richtung und dann noch ohne Jockey abhauen – muss er sie disqualifizieren. Passiert das drei Mal pro Rennsaison – verteilt er gnadenlos Startverbot. (Quelle: NDR Presse)