Geheimsache Mauer


Es war einmal die Vision einer perfekten Grenze – modern, unsichtbar, ohne Tote. Hightech statt Schusswaffen, Sperrzaun und Beton. Ihre Erfinder nannten sie Mauer 2000″. Doch diese Vision wurde nie Realität.

Mit diesem futuristisch anmutenden Szenario beginnt das 90-minütige Doku-Drama von Christoph Weinert und Jürgen Ast. Am 13. August 2011 jährt sich zum 50. Mal der Tag, an dem mit der Teilung Berlins die Spaltung Deutschlands und Europas vollendet und für mehr als zweieinhalb Jahrzehnte zementiert wurde. Erzählt wird die Geschichte der Berliner Mauer und innerdeutschen Grenze aus einer neuen, ungewöhnlichen Perspektive: Aus der Sicht derer, die sie geplant, erbaut und bewacht haben. Der Film offenbart einen tiefen Einblick hinter die Kulissen, in das betonierte“ Denken und berechnende Kalkül der Mauerstrategen, in ihre geheimen Pläne, die tödliche Grenze immer weiter zu perfektionieren.

Der Film erzählt aber auch, wie Menschen die Mauer persönlich erlebten, wie sie für sie arbeiteten, in ihrem Schatten lebten, sie versuchten zu überwinden: Zum ersten Mal erzählt ein ehemaliger DDR-Grenzer im Fernsehen über den Moment, als er an der Mauer schoss. Erstmals berichtet ein Oberbefehlshaber der Grenztruppen über strategische Überlegungen und von den geheimen Sitzungen des Grenzkommandos. Im Gegensatz dazu erzählen Flüchtlinge, wie sie in gefährlichen Fluchtversuchen ihr Leben für die Freiheit riskierten. Quelle: ARD

90′ I ARD I 2011
Buch und Regie: Christoph Weinert, Jürgen Ast
Kamera: Jürgen Rehberg
Schnitt: Dirk Seliger
Produktion: LOOKSFILM
Produzent: Gunnar Dedio